Conversion-Rate
Der Anteil der Webseiten-Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen (Kauf, Anruf, Anfrage).
Die Conversion-Rate (CR) ist eine zentrale Marketing-Kennzahl. Sie misst den Anteil der Webseiten-Besucher, die eine vorher definierte gewünschte Aktion ausführen - das kann ein Kauf sein, eine Kontaktanfrage, ein Telefonanruf, eine Newsletter-Anmeldung, ein Termin oder ein Download.
Berechnung: Conversion-Rate (%) = (Anzahl Conversions / Anzahl Besucher) × 100. Ein Beispiel: 1.000 Besucher pro Monat, davon 30 Anfragen über Kontaktformular = Conversion-Rate von 3%.
Was eine "gute" Conversion-Rate ist, hängt stark von Branche und Conversion-Definition ab. Faustregeln: E-Commerce-Shops liegen bei 1-3%, B2B-Dienstleister oft bei 3-7%, lokale Dienstleister mit klarer Buchungsabsicht teils bei 10-20%. Wer unter 1% liegt, hat fast immer Optimierungspotenzial.
Hebel zur Conversion-Optimierung sind: klare und sichtbare Call-to-Actions (CTAs), Vertrauenssignale (Bewertungen, Trust-Badges, Garantien), schnelle Ladezeiten, einfache Formulare (möglichst wenige Felder), mobile Optimierung, klare USPs (Alleinstellungsmerkmale), Social Proof (Kundenstimmen, Fallstudien) und das Entfernen von Reibungspunkten im Buchungs- oder Kaufprozess.
Eine Conversion-Optimierung ist oft wirtschaftlicher als der Aufbau von mehr Traffic: Wer die Conversion-Rate von 2% auf 4% verdoppelt, generiert mit demselben Traffic doppelt so viele Anfragen.
Ein systematischer Weg zur Conversion-Verbesserung ist das A/B-Testing. Dabei wird eine Variante einer Seite (etwa mit anderem CTA-Text, anderer Bildauswahl oder anderem Formular-Layout) zufällig an einen Teil der Besucher ausgespielt, der Rest sieht die Originalversion. Nach ausreichend Traffic (mindestens 1.000 Besucher pro Variante für statistische Signifikanz) zeigt sich, welche Variante besser konvertiert.
Häufige Conversion-Killer sind: zu lange Formulare (jedes zusätzliche Feld senkt die Conversion-Rate um 5-10%), unklare CTAs ("Senden" statt "Jetzt kostenfreies Angebot anfordern"), fehlende Vertrauenssignale, schlechte mobile Darstellung, langsame Ladezeiten (>3 Sekunden) und versteckte Telefonnummern. Gerade lokale Dienstleister profitieren stark davon, die Telefonnummer prominent als anklickbaren Click-to-Call-Link auf jeder Seite einzubinden.
Eine sinnvolle Erweiterung der reinen Conversion-Rate ist die Betrachtung der "Conversion-Quality": Nicht jede eingehende Anfrage ist gleich wertvoll. Eine niedrigere Rate hochqualifizierter Leads ist oft profitabler als eine hohe Rate vager Anfragen, die viel Beratungszeit ohne Abschluss kosten.
Praxisbeispiel
Eine Sanitärfirma verbessert ihre Conversion-Rate von 1,8% auf 4,2%, nachdem sie auf jeder Seite eine sichtbare Telefonnummer mit Click-to-Call eingebaut, Trust-Badges sichtbar gemacht und ein Notdienst-Banner über die Faltlinie gesetzt hat.
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